Kultur & Natur / Vietnam

Faszination Vietnam – Impressionen eines Traumlandes

Jeder Reisende reist mit eigenen Augen, eigenen Erwartungen und Hoffnungen in ein fremdes Land. Und so hinterlassen auch die unterschiedlichen Orte sehr individuelle Eindrücke. Wir können also nur von uns ausgehen und vielleicht von den Berichten unserer vielen Reisegäste, wenn wir hier die schönsten Orte dieses wundervollen Landes aufzählen. Es würde uns aber schon sehr wundern, wenn diese nicht auch bei Ihnen größte Begeisterung auslösen.


Mit der Dschunke durch die türkisblaue Halong Bucht

Tausende von Kalksteininseln ragen aus dem Meer in der Bucht von Halong und stehen wie gemeißelte Statuen im smaragdgrünen Wasser. Die bizarren Formen, das Farbspiel und schwimmende Dörfer machen die Halong Bucht zu einem der schönsten Orte Südostasiens. Natürlich kann man die Bucht auch auf einem Tagesausflug besuchen, denn die vierstündige Fahrt von Hanoi nach Halong – vorbei an grünen Reisfeldern entlang des „Roten Flusses“ – ist schon für sich sehr attraktiv. Jeder hat wohl Bilder von Vietnam vor Augen, die hier Bestätigung finden – vom Bauern, der sein Reisfeld mithilfe seines Wasserbüffels pflügt bis zum Schwein, das auf dem Rücksitz eines Motorrollers seine vermutlich letzte Reise antritt.

Die Halong Bucht. Eines der schönsten Reiseziele in Vietnam

Die Bucht von Halong gehört zum UNESCO-Weltnaturerbe. Aber auch kulturell ist die Bucht mit ihren schwimmenden Fischerdörfern sehr attraktiv.

Komplett wird das Erlebnis in der Halong Bucht aber erst, wenn man auch die Nacht auf einer der liebevoll gestalteten Dschunken verbringt und somit das Ende des Tages, den Wandel des Lichts und die Atmosphäre der Nacht erleben kann, während die Wellen einen sanft in den Schlaf wiegen. Und besser kann ein Start in den Tag kaum sein, als mit einem Blickaus das nun völlig andere Farbspektrum an Blau- und Grüntönen, während man sich auf das Frühstück an Deck freut.


Eine Flusskreuzfahrt durch das Mekong Delta

Der Mekong ist ein König unter den Flüssen der Welt und sein Delta eines der größten. Das gilt sowohl für seine geografischen Ausmaße als auch für die Bedeutung des Flusses als Lebensraum für Millionen von Menschen und Tieren und als Raum der Inspiration für jeden Besucher. Der Mekong hat seinen Ursprung in den Höhen Tibets und fließt für 4500 Kilometer durch China, Myanmar, Laos und Thailand, bevor er sich in Kambodscha aufteilt und in Vietnam sein enormes Delta bildet um dann in einem Netz aus Flussarmen ins Südchinesische Meer zu fließen.

Eine vietnamesische Frau auf einem traditionellen Boot im Mekong Delta von Vietnam

Im Mekong Delta gehört das Boot zu einem der wichtigsten Verkehrsmittel, wird wahlweise aber auch als Wohnort, schwimmende Küche, Geschäft oder allgemein als Arbeitsplatz genutzt.

Das Delta des Mekong in Vietnam ist der Reiskorb des Landes, ein Kaleidoskop des ruralen Lebens in Vietnam und eine wundervolle Feuchtlandschaft, geprägt von grünen Feldern, kleinen Kanälen und verschlafenen Dörfern. Auf einer ausgedehnten Bootsfahrt können Sie tief in diesen Lebensraum vordringen und den Alltag der ländlichen Bevölkerung von dieser schönen Perspektive aus beobachten, während an Bord die hervorragenden Produkte der Region für Sie verarbeitet und veredelt werden. Sie besuchen kleine Orte, Dörfer, Obstgärten und Felder und natürlich den berühmten schwimmenden Markt von Cai Rang, durch den Sie mit einer kleinen Barke schippern. Hunderte von überbordend beladene Boote bieten hier an, was die Jahreszeit bereithält: von frischen Mangos über Bananen und Papayas bis hin zu einer riesigen Auswahl von lokalem Gemüse.


Unter Bergvölkern in der Terrassenlandschaft von Sapa

Das satte Grün der Hügel und Berge von Sapa mit ihren in Terrassen angelegten Reisfeldern gehört zu den prägenden Eindrücken Vietnams. Richtig bunt wird die Region durch die Farben der Volksstämme, die ihren glänzenden Silberschmuck und bunt gestrickte Jacken zur Schau tragen. Das typische Indigo der H’mong oder die scharlachroten Turbane der Dao sind nur zwei Facetten dieser Region, deren Bewohner sich zu vielen unterschiedlichen Volksstämmen zugehörig fühlen. Das atemberaubende Panorama der Berglandschaft zieht ganz besonders Naturliebhaber und Abenteuerlustige an. Aber auch ein Einblick in das traditionelle Leben der Bergvölker ist sehr bereichernd. Viele dieser Stämme, wie die Hmong, sind erst im 20. Jahrhundert sesshaft geworden und haben erst dann angefangen, Reisterrassen zu bestellen und fein gewobene Textilien herzustellen. Erfreulicherweise hält sich der Tourismus in den vielen Tälern noch stark in Grenzen und hat die lokalen Bräuche bisher kaum beeinflusst. Kleine Bäche, waldbedeckte Hügel, einfache Holzhäuser und urige Wochenmärkte prägen das Bild. In malerischen Dörfern gehören freilaufende Wasserbüffel, Hühner und Schweine genauso zum Bild wie spielende Kinder. Wahrscheinlich erleben Sie auch, wie die Frauen der H’mong Hanffasern gewinnen, spinnen oder traditionelle Trachten weben. Wandern Sie durch Weiler und Felder, beobachten Sie die Einheimischen bei ihrer Arbeit – beim Pflügen und Ernten oder beim Reparieren ihrer Häuser. Die idyllische Landschaft und die natürliche Warmherzigkeit der Einwohner machen Sapa zu einem der schönsten Orte Vietnams.

Farmer in Rice fields on terraced in rainny season at Mu cang chai, Vietnam. Rice fields prepare for transplant at Northwest Vietnam

Reisebauern bestellen Ihre terrassenförmigen Felder schon seit Generationen auf diese optisch sehr ansprechende, ökonomisch aber sicher fragwürdige Weise.


Unterwegs im Weltnaturerbe: der Nationalpark von Phong Nha-Ke Bang

Etwas abseits der Touristenpfade, im Herzen von Zentralvietnam, liegt der Nationalpark Phong Nha-Ke Bang, der seit 2003 zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört. Phong Nha-Ke Bang ist die älteste bedeutende Karstregion der Welt und ein einzigartiges Ökosystem. Eine Besonderheit dieses Nationalparks sind die vielen Höhlen, Grotten und unterirdischen Flüsse, die auf eine Länge von 65 Kilometern kommen. Viele davon sind noch unerforscht und bisher wurden nur 20 Höhlen vermessen. Die Karstlandschaft ist nicht nur komplex, sie bietet auch einer enormen Artenvielfalt Schutz, darunter allein rund 400 Wirbeltieren. Beim Radeln auf den ruhigen Dorfpfaden und vorbei an Reisfeldern und kleinen Dörfern lässt sich diese einzigartige Landschaft ganz fantastisch erkunden und genießen. Sehr zu empfehlen ist auch eine Bootsfahrt auf dem Fluss Son, um die Phong Nha Wasserhöhle zu erkunden. Bei dieser gleiten Sie auf dem Fluss bis zur Mündung der Höhle. Im Inneren der Höhle erzeugen riesige Stalaktiten und Stalagmiten eine geologische Kathedrale. Zwar ist die Höhle, die als „Wine Cave“ bekannt ist, aus geologischer Sicht nicht so spektakulär, dafür aber aus historischer. In Kriegszeiten haben Vietkongs in dieser Höhle Wein gekeltert und sie diente zudem als Schutzbunker. Eine der größten und eindrucksvollsten erschlossenen Höhlen in der gesamten Region ist die sogenannte „Paradieshöhle“, die für Besucher erst 2010 zugänglich gemacht wurde. Etwa 400 Stufen führen zum Eingang der Höhle. Weiter geht es dann auf einem Holzsteg, der die über Jahrhunderte gewachsenen Kalkformationen schützen soll, bis ins beeindruckende Innere der Höhle. Der absolute Star unter den Höhlen dieser Region ist aber die Son-Doong Höhle, ein Höhlensystem, das aus rund 150 einzelnen Höhlen mit Seen, Flüssen und einem eigenen Dschungel besteht. In diesem System befindet sich auch der bislang größte entdeckte Höhlengang der Welt. 

Die Ke Bang Höhle in Phong Nha, Vietnam

Phong Nha, Dieser Eingang der Ke Bang Höhle in Phong Nha ist nur mit dem Boot zu erreichen. Für die Atmosphäre ist das aber nur förderlich.


Die “trockene Halong Bucht“, Hoa Lu, Tam Coc und der Nationalpark von Cuc Phong

Diese Tour vereint eine ganze Bandbreite an beeindruckenden Monumenten, sowohl aus kultureller als auch geologischer und naturkundlicher Sicht.

Eine zweistündige Fahrt durch das ländliche Nordvietnam bringt Sie von Hanoi zur sogenannten „trockenen Halong Bucht“ in der Nähe von Ninh Binh. In Hoa Lu, Vietnams erster Hauptstadt, können Sie die Tempel der Kaiser Dinh Tien Hoang und Le Dai Hanh besuchen, die hier vor etwa 1000 Jahren regierten. Die alte Zitadelle bedeckte einst eine Fläche von etwa drei Quadratkilometern und auch wenn heute nicht mehr annähernd alle historischen Gebäude stehen, bietet der Ort einen tollen Einblick in die antike Geschichte eines vergangenen Königreichs. Wer sich überwindet und den naheliegenden Kalksteinhügel erklimmt, wird mit einem spektakulären Ausblick belohnt.

Die "trockene Halong Bucht" bei Ninh Binh

Richtig trocken ist die sogenannte „trockene Halong Bucht“ nicht, der Unterschied zur echten Bucht von Halong (s.o.) liegt jedoch deutlich auf der Hand.

An Bord eines Sampans, also eines kleinen Boots, lässt sich die „trockene Halong Bucht“ am besten erkunden. Der Name fußt auf der Tatsache, dass auch hier, wie in der Halong Bucht, enorme Karstfelsen steil in den Himmel ragen – diesmal allerdings nicht aus türkisblauem Meer, sondern grünen Reisfeldern, durch die sich mehrere kleine Ströme mit sanft vor sich hingleitenden Booten schlängeln.

Eine kurze Fahrt entfernt liegt das Van Long Naturschutzgebiet. Mit einer Fläche von etwa 3000 Hektar ist Van Long das größte Feuchtgebiet im Norden Vietnams und eine Bootsfahrt mit einem traditionellen Sampan ist der perfekte Weg, um diesen Bereich zu erkunden. Viele bedrohte Arten von Vögeln, Reptilien, Amphibien und Fischen sind hier zu finden. Von Van Long bringt eine kurze Fahrt Sie zum Cuc Phuong Nationalpark, dem ersten Nationalpark Vietnams. Er ist auch einer der wenigen verbliebenen tropischen Regenwälder des Landes. Hunderte von Tier- und Pflanzenarten sind hier heimisch. Wunderschöne Wanderwege führen durch den Park und lassen Sie so die Flora und Fauna Vietnams hervorragend erleben.

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