Reisetipps / Südindien

Reiseinformationen für Südindien

Selbstverständlich stehen wir Ihnen von der Planung bis zum letzten Tag der Reise nach Südindien zur Seite. Im Folgenden finden Sie schon einmal Informationen, die Ihnen bei der Reiseplanung helfen sollen.


Visum

Alle ausländischen Besucher benötigen für die Einreise nach Indien ein gültiges Visum. Für die Beantragung gibt es mehrere Optionen.

  • Reguläres Visum für deutsche Staatsbürger: Informationen zum regulären Visum für die Zuständigkeitsbereiche der Konsulate in Frankfurt und Hamburg finden Sie unter www.igcsvisa.de. Für die Konsulate in Berlin und München sind unter www.ivs-germany.com/GER/Default.aspx die nötigen Informationen zu finden.
  • E-Visum: Seit einiger Zeit besteht für deutsche, österreichische und schweizerische Staatsangehörige zudem die Möglichkeit, ein E-Visa online zu beantragen. Auf der Seite www.indianvisaonline.gov.in/visa/tvoa.html finden Sie alle notwendigen Informationen. Vorteil hierbei ist, dass der Pass nicht eingeschickt werden muss und Sie somit die sonst übliche Bearbeitungszeit umgehen. Nachteil ist, dass ein E-Visum erst 30 Tage vor Anreise beantragt werden kann sowie die Tatsache, dass die Tücken der Technik und der Bürokratie gemeistert werden müssen. Zudem werden bei Einreise Ihre Fingerabdrücke und ein Foto elektronisch aufgenommen. Dies ist meist aber auch bei regulären Visa nicht anders. Bei Anreise über kleinere Flughäfen sollte unbedingt überprüft werden, ob dort die Einreise mit einem E-Visum  akzeptiert wird. Dies trifft nicht auf  jeden Flughafen zu.
  • Visabeantragung über einen Visadienst: Falls Sie Unterstützung bei der Visabeantragung benötigen, empfehlen wir den Visadienst Bonn (www.visum.de). Der Visadienst kann das Visum für Sie gegen eine Gebühr beantragen (ca. 25 € pro Visum, zzgl. der Visagebühr).
  • Regulärer Visaantrag in der Schweiz: Das reguläre Visum kann in der Schweiz über die mit der Visumsvergabe beauftragte Firma VFS Global beantragt werden. Weitere Informationen finden Sie unter www.in.vfsglobal.ch.
  • Regulärer Visaantrag in der Österreich: Die Bearbeitung des regulären Visums wurde in Österreich an die Firma BLS International übertragen. Weitere Informationen finden Sie unter www.blsindiavisa-austria.com

Gesundheit

Als Reiseimpfungen empfiehlt das Auswärtige Amt neben Standardimpfungen die Impfungen gegen Hepatitis A und Typhus. Bei Malariaprohylaxe ist eine eindeutige Empfehlung schwierig. Ein Stand-by Präparat (z.B. Malarone oder Riamet) ist aber grundsätzlich empfehlenswert, wenn Sie sich dadurch sicherer fühlen.

Vorbeugung ist natürlich der beste Schutz. Die eingeplanten Hotels sind entweder klimatisiert oder verfügen über guten Mückenschutz. Im Freien sollten Sie bevorzugt Kleidung tragen, die wenig Angriffsfläche für Mücken bietet. Zudem sollte Mückenspray (z.B. Anti Brumm) in ausreichender Menge mitgeführt und gewissenhaft eingesetzt werden.

Wie in anderen tropischen Ländern muss man auch in Indien Vorsichtsmaßnahmen treffen, um Magen-Darm Probleme zu vermeiden. Der Verzehr roher Speisen, besonders an Straßenständen, birgt immer ein Risiko. Ebenso sollte nur abgepacktes Wasser getrunken werden. Der Merksatz „Cook it, boil it, peel it or forget it“ (koch es, brat‘ es, schäl‘ es oder vergiss es) hat sich auch in Indien bewährt.

Die medizinische Grundversorgung in den erschlossenen Regionen Südndiens ist gut. Für komplizierte Eingriffe oder falls ein Krankenhausaufenthalt nötig werden sollte, empfehlen wir die größeren privaten Kliniken in den Metropolen Delhi, Mumbai, Chennai oder Bangalore aufzusuchen, um sich dort auf hohem Niveau behandeln zu lassen.


Sicherheit

Indien und insbesondere der südliche Teil des Landes sind grundsätzlich sichere Reiseziele. Gerade alleinreisenden Frauen empfehlen wir jedoch, nach Möglichkeit nicht alleine in entlegene Gebiete oder in der Dunkelheit zu reisen. Auch unbegleitete Zugfahrten können zu unangenehmen Situationen führen.  Gesunder Menschenverstand und die Einhaltung grundlegender Sicherheitsvorkehrungen sind, wie auch zu Hause, der beste Schutz vor bösen Überraschungen. So sollten Wertsachen und wichtige persönliche Gegenstände stets sicher und vor fremdem Zugriff geschützt aufbewahrt werden. Auch sollte man es unbedingt vermeiden, nachts alleine durch dunkle Gassen zu gehen.    


Anreise

In Südindien gibt es mit Bangalore und Chennai zwei internationale Flughäfen, die mit Direktflügen von Frankfurt aus erreichbar sind – sowohl mit der Lufthansa als auch mit der staatlichen indischen Fluggesellschaft Air India. Daneben werden viele kleinere Flughäfen von den arabischen Fluglinien angesteuert, wie etwa Cochin, Trivandrum, Kozhikode oder Hyderabad. Über Mumbai gibt es des Weiteren viele Optionen, auch in kleinere Städte, wie Madurai zu fliegen. Insgesamt ist die Anbindung an den inländischen und  internationalen Flugverkehr sehr gut.


Geld

Die Landeswährung ist die indische Rupie (). In Südindien sind Geldautomaten sehr verbreitet und Sie können in den größeren Städten, wie Chennai, Bangalore, Madurai, Trivandrum und Cochin, aber auch in den meisten kleineren Orten problemlos Geld mit der EC-Karte abheben. Zudem ist die Kreditkarte (besonders Master- und Visacard) ein gängiges Zahlungsmittel. Für den Notfall ist es dennoch ratsam, eine kleine Menge Euro mitzuführen.


Sonstiges

In Indien gibt es keine von Europa abweichenden Gesetze zur Bekleidung. Abgesehen von den Metropolen kleiden sich aber besonders Frauen sehr viel konservativer, auch bei hohen Temperaturen. Um ungewollte Aufmerksamkeit zu vermeiden, empfehlen wir daher Kleidung, die auch die Beine und Schultern bedeckt. Zu Verhaltensregeln in religiösen Orten fragen Sie am besten Ihre Reiseführer. 

Zärtlichkeiten, auch zwischen verheirateten Menschen, gelten in der Öffentlichkeit als unpassend und anstößig.

Das Händeschütteln ist in Südindien nicht verbreitet und besonders Frauen empfinden dies eher als unangenehm. Der schöne Namaste-Gruß ist hingegen sehr verbreitet. Hierbei werden die zusammengelegten Hände vor das Gesicht gehalten.

Leider leiden auch heute noch viele Menschen in Indien unter großer Armut. Bettelnden Menschen Geld zu geben ist zwar eine verständliche Reaktion, aber nicht sehr nachhaltig. Es spricht nichts dagegen, besonders bedürftigen Menschen vor Ort zum Beispiel etwas Obst zu kaufen. Von größerem und langfristigerem Nutzen wäre jedoch eine Spende für eine Organisation, die sich direkt um Straßenkinder kümmert (z.B. Salaam Balak Trust) oder von Deutschland aus durch konkrete Projekte Hilfe leistet. Mocca Travels unterstützt die Arbeit der Andheri Hilfe Bonn e.V. (www.andheri-hilfe.de) durch regelmäßige Spenden.