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Indien – Sehenswürdigkeiten eines kulturellen Mosaiks

Die Möglichkeiten, Indien zu erleben, sind so vielseitig wie das Land selbst, wie seine Kulturen und Lebensweisen. Für etwas Orientierung sorgen wir mit unserem Artikel „Indien – Sehenswürdigkeiten eines kulturellen Mosaiks“ über die schönsten und interessantesten Orte des Landes.


Das Goldene Dreieck – Delhi, Agra & Jaipur

Trubel auf den Straßen, Kulturschock, versteckte Gassen in den Altstädten, ruhige Parks aus der Zeit der Moguln und architektonische Juwelen: das alles erwartet Sie auf dieser klassischen Tour im Norden Indiens. Daher ist diese Route bestens geeignet, sich diesem riesigen und vielfältigen Land anzunähern.

 

Jaipur, die Hauptstadt Rajasthans ist ein wunderbarer Mix aus Open-Air Museum und Marktplatz. Hinzu kommen der ikonenhafte Hawa Mahal und das etwas außerhalb liegende Amer Fort. In Delhi kann man Wochen verbringen, ohne bei Weitem alle interessanten Ecken gesehen zu haben und Agra, einst Hauptstadt des Mogulreichs, bietet mit dem Taj Mahal das wohl schönste und meist fotografierte Meisterwerk indischer Baukunst.

Der Maota See liegt südlich des kleinen Ortes Amer, hinter ihm erhebt sich das Amer Fort

Der Maota See liegt südlich des kleinen Ortes Amer, dahinter erhebt sich das beeindruckende Amer Fort.


Varanasi

Kaum eine Stadt in Indien polarisiert so sehr wie die Hauptstadt des Hinduismus am heiligen, aber leidgeprüften Fluss Ganges. Die Einen belastet das Chaos, die Gerüche, das Indiskrete und das Hektische dieser Stadt, die Anderen inspiriert genau diese Mischung, zu der auch und vor allem eine enorme Portion Spiritualität kommt.

 

Allabendlich finden an den Gebetsstufen atmosphärische Zeremonien statt, um den Ganges zu verehren; und auf Scheiterhaufen am Fluss werden in aller Öffentlichkeit die sterblichen Überreste gläubiger Hindus eingeäschert. Intensiver und spannender kann ein Ort kaum sein.


Die Malabarküste

Die Bewohner des südlichen Bundesstaates Kerala nennen ihre Heimat “Land der Götter” und in der Tat ist der Landstrich an der Südküste Indiens gesegnet – mit Traumstränden an der Südspitze bei Kovalam bis zur zauberhaften Lagunenwelt der Backwaters bei Alleppey. Das kulturelle und wirtschaftliche Herz der Region schlägt in der kleinen Hafenstadt Cochin, die schon seit 600 Jahren Händler aus allen Teilen der Welt anzieht, welche hier ihre Schiffe mit den edlen Produkten Keralas beladen – Pfeffer, Kardamom, Zimt und vielem mehr.


Hampi

In der Hauptstadt der Vijayanagar-Herrscher haben im 14. Jahrhundert einmal eine halbe Million Menschen gelebt, so bedeutend war die mittelalterliche Stadt, die auf einer Felslandschaft von bizarrer Schönheit errichtet wurde. Die wunderschönen antiken Tempel und Paläste sind Teil des UNESCO-Weltkulturerbes, aber auch ein äußerst beliebter Treffpunkt für Backpacker aus allen Teilen der Welt, auch, weil man an den Runden Felsblöcken dem modernen Klettersport nachgehen kann. Von Hampi aus lassen sich auch die interessanten UNESCO-Weltkulturerbestätten von Badami, Aihole und Patthadakal besuchen.

 

Indien - Sehenswürdigkeiten: Hampi

Die antiken Tempeanlagen von Hampi sind Teil des UNESCO-Weltkulturerbes und liegen weit verstreut in einer bizzaren Landschaft.


Rajasthans Königsstädte

Neben dem schon genannten Goldenen Dreieck gehören die Königsstädte in Rajasthan zu den bekanntesten Reisezielen des Landes und bieten eine erstaunliche Vielzahl an prächtigen Palästen, Festungen und antiken Tempeln. Udaipur, die Stadt der Seen, war nicht umsonst Drehort des James Bond Klassikers “Octopussy” und die blaue Stadt Jodhpur, über der erhaben das Mehrangarh Fort thront, ist ein wunderbarer Ort, um stundenlang durch Märkte zu flanieren. Die Zitadelle der Karawanenstadt Jaisalmer sieht man schon von Weitem. Von Nahem wird erkennbar, dass die Stadtmauer auch noch heute Wohnort vieler Menschen ist und hier die Geschichte weiterlebt.


Ladakh

Ladakh wird meist als “Das Tibet Indiens” bezeichnet und in der Tat ähnelt das ehemals buddhistische Königreich im Himalaya sowohl aus landschaftlicher als auch aus kultureller Sicht dem geografischen Nachbarn. Ladakh ist geprägt von imposanten Bergketten, Klöstern, die in der Zeit eingefroren zu sein scheinen, und Tälern, die von Flüssen ausgewaschen wurden, welche die Grundlage für fruchtbare Böden in den Ebenen sind. Mit dem Khardung-La, der höchsten befahrbaren Passstraße, und dem riesigen Pangong-See hat Ladakh noch zwei weitere außerordentliche Highlights zu bieten.

Die Reisezeit für Ladakh ist recht kurz und geht von Mai bis September.


Madurai und die Tempel des Südens

Was Varanasi für den Norden ist, ist Madurai für den Süden: spirituelle Hochburg für Millionen von Menschen, die hier zusammenkommen, um gemeinsam einen der unzähligen hinduistischen Götter zu verehren. Der Minakshi Tempel ist das zentrale Heiligtum der Stadt und die bunt bemalten und hoch aufragenden Tempeltürme, Gopurams genannt, sind weithin sichtbar und stehen symbolisch für die überregionale Bedeutung des Tempels.

Doch die Region hat mit Thanjavur, Chidambaram, Tiruvannamalai und Mamallapuram noch eine Vielzahl an weiteren äußerst wichtigen Orten für Hindus zu bieten – ideale Orte, um ein tieferes Verständnis für das zu entwickeln, was Indiens Gesellschaft im Wesentlichen zusammenhält.


Khajuraho

Die erotischen Kunstwerke, die in einer kaum fassbaren Finesse die drei Tempelgruppen von Khajuraho zieren, gehören weltweit mit zum Feinsten, was Steinbildhauer in Tempeln erschaffen habe. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die Anlagen zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. Der Ort liegt zwar etwas abseits der üblichen Routen, ist aber sowohl mit dem Flugzeug als auch mit dem Zug gut zu erreichen. Ein Besuch sollte unbedingt mit einem Zwischenstopp bei den eindrucksvollen Kenotaphen in Orchha verbunden werden, das etwa 170 Kilometer entfernt liegt.

Indien - Sehenswürdigkeiten: Khajuraho

Die unglaublich fein gearbeiteten Skulpturen an den Wänden der Tempel von Khajuraho gehören zum Besten, was die Tempelbaukunst in Indien geschaffen hat. Die Verbindung zum Kamasutra liegt auf der Hand.


Die Nationalparks in Zentralindien

Sehr gut lässt sich Khajuraho auch mit unserem nächsten Highlight in Indien verbinden, nämlich den wunderschönen und artenreichen Wildreservaten Zentralindiens: Kanha, Pench und Bandhavgarh. Wer vor allem auf die Sichtung des Bengalischen Tigers aus ist, kommt hier auf seine Kosten. Besonders im relativ kleinen Nationalpark Bandhavgarh ist die Dichte der Tigerpopulation höher als irgendwo anders in Indien. Die Chancen, den Tiger zu Gesicht bekommen, sind in Kanha zwar geringer, dafür können Sie hier tief in den Dschungel vordringen und eine einmalige Atmosphäre erleben. Pench ist das kleinste der drei Reservate, hat aber durch seinen Teakholzwald eine ganz eigene Aura.

Indien - Sehenswürdigkeiten: Nationalpark Pench

Ein Schakal in der Abendsonne des berühmten Nationalparks von Pench.


Die Boomtown Mumbai

Mumbai ist nicht einfach nur groß, Mumbai ist gigantisch. Und die größte Stadt Indiens sprüht vor Energie, ohne dabei bedrohlich zu wirken. Träumer, viel zu schlecht bezahlte Malocher, Sternchen der Traumfabrik Bollywood, Gauner, Multimillionäre, Fischer und ganz normale Menschen nennen Mumbai Ihre Heimat und machen Sie zu einem überaus interessanten Mosaik der Lebensweisen, Möglichkeiten und Kulturen. In wenigen Orten der Welt ist der Kontrast zwischen Arm und Reich so greifbar wie hier, wo mit dem Haus “Antilia” des Milliardärs Ambani das teuerste “Einfamilienhaus” der Welt nur wenige Kilometer von Dharavi, einem der größten Slums Asiens, entfernt liegt.

Zwei Baudenkmäler der Stadt, der “Chhatrapati Shivaji Terminus” und die Höhle von “Elephanta” stehen auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes. Also auch für klassischen Tourismus ist die Stadt nicht uninteressant. Dafür sorgen auch die großen Bauwerke der Kolonialzeit im Herzen der Stadt, versteckte Tempel und lebendige Märkte sowie hervorragende Hotels und Restaurants.

 

Indien richtig erleben

So beeindruckend besonders die großen Monumente und Sehenswürdigkeiten auch sind, so empfehlenswert finden wir es, sich auch abseits der „normalen“ Pfade zu bewegen. Gehen Sie einfach einmal in eine Schule, in einen offenen Innenhof oder in einen Handwerksbetrieb. Die Begegnungen mit den fast immer unglaublich offenen und kommunikativen Menschen in Indien sind mindestens so einprägsam wie die großen Bauwerke der Moguln.

Interessante Informationen und einen Kalender zu Indien und der indischen Kultur bietet die Webseite von Indien Aktuell.

 

 

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