Kultur / Bhutan

Land und Leute in Bhutan

Bhutan ist das letzte große Königreich des Himalaya, in Mystik und Magie gehüllt, in dem eine traditionelle buddhistische Kultur die globalen Entwicklungen sorgfältig annimmt.

Geographie

In Bhutan prägen Berge und buddhistische Klöster das Bild. Erstens gibt es die erstaunliche Himalaya-Landschaft, wo schneebedeckte Gipfel sich über schattigen Schluchten erheben, die von Urwäldern umgeben sind. In dieser Bilderbuchlandschaft nehmen die majestätischen festungsartigen Dzongs und Klöster eine herausragende Stellung ein. Diese einzigartige Architektur bildet die Bühne für spektakuläre Tsechus (Tanzfestivals), die von einem fast mittelalterlich wirkenden Publikum besucht werden. Dann gibt es Textilien und Kunsthandwerk, unerhörte Wettkämpfe im Bogenschießen, Trekkingpfade in der Höhe und eine atemberaubende Flora und Fauna.

Geschichte

Über die Geschichte der ursprünglichen Bewohner des Landes ist wenig bekannt. Im 8. Jahrhundert nach Christus brachten Mönche aus Indien den Buddhismus in das Fürstentum. Kurz danach geriet Bhutan unter die Herrschaft von Tibet und im 12. Jahrhundert entstanden viele der Klosterfestungen, die bis heute ihre Traditionen bewahrt haben. Im 18. und 19. Jahrhundert gab es ständig Konflikte mit den britischen Kolonialherren in Indien. Endlich übernahm 1964 der König mit Hilfe von Indien die Hoheit und seit 2008 ist Bhutan eine konstitutionelle Monarchie.

 

Das Land heute

Bhutan verfügt über ein reiches und einzigartiges Kulturerbe, das aufgrund seiner Isolation vom Rest der Welt bis Mitte des 20. Jahrhunderts weitgehend erhalten blieb. Wenn es nicht ‚Shangri La‘ ist, ist es so nah wie es nur geht. Heute noch prägt Buddhismus die Kultur und die Lebensweise in Bhutan. Der Glauben findet Ausdruck in der traditionellen Architektur der Klosterfestungen und farbenprächtige Tempeltänze gehören zu allen religiösen Festen unbedingt dazu. Bogenschießen ist der Nationalsport von Bhutan und etwa drei Viertel der Bevölkerung gehören zum tibetischen Völkerkreis. In Bhutan tragen sowohl Männer als auch Frauen ihre bunte Nationaltracht, obwohl es nur für Beamten obligatorisch ist.

 

Essen & Trinken

Roter Reis, Buchweizen und zunehmend Mais sind die Grundnahrungsmittel der bhutanischen Küche. Die lokale Ernährung umfasst auch Schweinefleisch, Rindfleisch, Yak-Fleisch, Hühnerfleisch und Lamm. Zubereitet werden Suppen und Eintöpfe mit Fleisch und getrocknetem Gemüse, gewürzt mit Chilis und Käse. Ema Datshi, sehr scharf gemacht mit Käse und Chilis, könnte als Nationalgericht für seine Allgegenwart und den Stolz des Bhutaners bezeichnet werden. Milchprodukte, insbesondere Butter und Käse von Yaks und Kühen, sind ebenfalls beliebt, und in der Tat wird fast alle Milch in Butter und Käse umgewandelt. Beliebte Getränke sind Buttertee, Schwarztee, lokal gebrauter Ara (Reiswein) und Bier. Bhutan ist das erste Land der Welt, das den Verkauf von Tabak gemäß seinem Tabakgesetz von 2010 verboten hat.

 

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