Fotoreportage / Nordindien

Sehnsuchtslandschaft Ladakh – eine Reise in Bildern

Im Juli 2016 haben wir für den Profifotografen Armin Schmolinske und eine kleine Gruppe ambitionierter Hobbyfotografen eine ausgedehnte Fotoreise durch Ladakh organisiert. Mit etwas Stolz präsentieren wir hier die fantastischen Ergebnisse seiner und unserer Arbeit.


 

Wie fast alle Reisen durch eine der Regionen in Nordindien begann auch diese in der indischen Hauptstadt Delhi. Mit Temperaturen um die 35 Grad eine schweißtreibende Zeit für die Gruppe um Armin. Daher ging es auch recht schnell weiter nach Leh, ein paar tolle Impressionen haben die Fotografen aber dennoch gesammelt.

Eine typische Straßenszene in Delhi. Foto: A. Schmolinske

Eine typische Straßenszene in Delhi. Wo gibt es schon eine ähnliche Vielfalt an Transportmitteln wie hier? Foto: A. Schmolinske

Bei Temperaturen um die 35 Grad wird jede Möglichkeit genutzt, sich abzukühlen. Hier in einem Springbrunnen am India Gate

Bei Temperaturen um die 35 Grad wird jede Möglichkeit genutzt, sich abzukühlen. Hier in einem Springbrunnen am India Gate. Foto: A. Schmolinske


Erste Tage der Akklimatisation in Leh

Leh, die Hauptstadt Ladakhs, liegt auf einer Höhe von rund 3500 Metern über dem Meer, mitten im Himalaya zwischen eindrucksvollen Sechstausendern. Daher war es für die Gruppe erst einmal wichtig, sich an die Höhe zu gewöhnen. Schon am ersten Tag ging es aber gleich auf eine komplette Erkundungstour rund um Leh, auch, um schon einmal schöne Sonnenaufgangspunkte auszuloten.

 

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Der Palast von Leh. Foto: A. Schmolinske

Ein Bäcker in Leh, der Hauptstadt der nördlichsten Bundesstaats Indiens, Ladakh

Ein Bäcker in Leh backt das lokale Brot „Thagi Khambir“ in seiner kleinen Bäckerei. Foto: A. Schmolinske


Das Hemis Fest

Das Hemis Fest, das in dieser Form nur alle zwölf Jahre stattfindet, ist ein äußerst wichtiges Ereignis für die Einheimischen rund um das alte Kloster, lockt aber auch sehr viele internationale Touristen an. Um dem Trubel etwas voraus zu sein, waren Armin und die Gruppe schon um 4.00 Uhr morgens aufgebrochen. Diese Disziplin wurde mehr als belohnt.

 

Sowohl für die eInheimische Bevölkerung als auch für Besucher aus aller Welt ist das Hemis Fest ein fantastisches Spektakel. Foto: A. Schmolinske

Sowohl für die einheimische Bevölkerung als auch für Besucher aus aller Welt ist das Hemis Fest ein fantastisches Spektakel. Foto: A. Schmolinske

Die Mehrheit der Ladakhis ist buddhistischen Glaubens und dieser wird meist intensiv ausgelebt. Foto: A. Schmolinske

Die Mehrheit der Ladakhis ist buddhistischen Glaubens und dieser wird meist intensiv ausgelebt. Foto: A. Schmolinske


Im Kloster Thikse

Auf dem Weg zurück nach Leh besuchte die Gruppe ausgiebigst das antike Kloster von Thikse, von der Klosterküche bis zur Bibliothek auf dem Dach. Das Kloster aus dem 15. Jahrhundert liegt nur 18 Kilometer von Leh entfernt auf rund 3300 Metern über dem Meer und ist Heimat für rund 60 Mönche, die hier den strengen Weg des Buddhas gehen.

Gebetsmühlen mit einer Gebrauchsempfehlung für ausländische Besucher. Foto: A. Schmolinske

Blick vom Thikse Kloster ins Tal. Foto: A. Schmolinske

Blick vom Thikse Kloster ins Tal. Foto: A. Schmolinske


Hinein ins Nubra-Tal

Weiter ging es in das weltbekannte Nubra-Tal. Das Tal der Blumen wurde durch die Flüsse Shyok & Nubra geformt und kann derzeit nur über den Khardung-La erreicht werden – einen der höchsten befahrbaren Pässe der Welt (5602 m Höhe über NN).

 

Neben der ruhigen Atmosphäre und dem ursprünglichen Lebensstil bietet das Tal einige schöne Gompas, also buddhistische Schreine, und damit sehr schöne Einblicke in die religiöse Geschichte Ladakhs.

Stupas im Licht des Nubra Tals. Foto: A. Schmolinske

Stupas im Licht des Nubra-Tals. Foto: A. Schmolinske

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Ein Führer mit seinen Kamelen, die im Nubra-Tal seit langer Zeit als Lastentiere geschätzt werden. Foto: A. Schmolinske


Am See von Pangong

Zu diesem spektakulären Hochgebirgssee, den sich Indien und Tibet teilen, führt nur eine raue Bergstraße. Das wahre Erlebnis am “Pangong Tso” ist die surreale Farbpalette an Blautönen des klaren Wassers, in dem sich die Berge der Umgebung spiegeln, also hervorragende Bedingungen für ambitionierte Fotografen.

 

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Der Pangong See, in Ladakh Pangong Tso genannt, ist einer der größten Seen Südasiens und erstreckt sich auf beiden Seiten der Indo-Chinesischen Grenze. Foto: A. Schmolinske

Die Stimmung am Pangong See. Foto: A. Schmolinske

Die Stimmung am Pangong See. Foto: A. Schmolinske


Die Klöster von Alchi, Rizong und Likir

Die nächste Etappe führte die Gruppe in das Tal des Indus. Das kleine Dorf Alchi liegt ca. 70 Kilometer unterhalb der Hauptstadt Leh, am Ufer des Indus, des Flusses, der dem Subkontinent seinen Namen gibt. Berühmt ist Alchi für das alte Alchi Kloster, dessen Gründung bis ins 11. Jahrhundert zurückgeht. Von Alchi aus wurden zudem die überaus schönen Klöster von Rizong und Likir besucht.

 

Wandmalerei am Alchi Kloster, das schon im 11. Jahrhundert gegründet wurde. Foto: A. Schmolinske

Wandmalerei im Alchi Kloster, das schon im 11. Jahrhundert gegründet wurde. Foto: A. Schmolinske

Das Kloster von Likir, gegründet im Jahr 1065. Entsprechend beeindruckend ist die Stimmung. Foto: A. Schmolinske

Das Kloster von Likir, gegründet im Jahr 1065. Entsprechend beeindruckend ist die Stimmung. Foto: A. Schmolinske


 Zurück in Indiens Hauptstadt

Nach einem vorerst letzten Tag in Leh kehrte die Gruppe zunächst nach Delhi zurück, wo Sie nun die indische Hauptstadt näher kennenlernten – mit all ihren Facetten, Kontrasten und Problemen. Neben der Besichtigung Altstadt wurden Besuche eher außergewöhnlicher Orte organisiert, allen voran der des Schrottverwertungsviertels, bei dem viele beeindruckende Fotos entstanden, die das harte Leben der Malocher greifbar machen.

 

Ein Arbeiter und sein Chef in der Autoverwertung in einem Vorort von Delhi. Foto: A. Schmolinske

Ein Arbeiter und sein Chef in der Autoverwertung in einem Vorort von Delhi. Foto: A. Schmolinske

Das Mausoleum von Isa Khan, eines von vielen eher unbekannten Monumenten aus vergangengen Jahrhunderten in Delhi. Foto: A. Schmolinske

Das Mausoleum von Isa Khan, eines von vielen eher unbekannten Monumenten aus vergangenen Jahrhunderten in Delhi. Foto: A. Schmolinske


In Indiens  „Goldenem Dreieck”

Die Städte Agra und Jaipur bilden zusammen mit Delhi ein fast gleichschenkliges Dreieck. Hier findet sich eine enorme kulturelle Vielfalt, die bei Weitem nicht auf das Taj Mahal reduziert werden kann. Entstanden sind einige tolle Aufnahmen, die zeigen, dass diese Region nicht nur, aber eben auch typische Postkartenmotive bietet.

Der Blick auf das Taj Mahal von der anderen Seite des Yamuna Flusses. Foto: A. Schmolinske

Der Blick auf das Taj Mahal von der anderen Seite des Yamuna Flusses. Foto: A. Schmolinske

Aus dieser Perspektive kennen das Taj Mahal hingegen fast alle. Foto: A. Schmolinske

Aus dieser Perspektive kennen das Taj Mahal hingegen fast alle. Foto: A. Schmolinske

Das Wasserschloss "Jal Mahal" in Jaipur, nur eine von vielen Hinterlassenschaften der Geschichte in Jaipur. Foto: A. Schmolinske

Das Wasserschloss „Jal Mahal“ in Jaipur, nur eine von vielen Hinterlassenschaften der Geschichte in Jaipur. Foto: A. Schmolinske

Im April 2017 geht es mit Armin wieder nach Ladakh, dieses Mal mit hoher Schneewahrscheinlichkeit und damit noch einmal mit ganz anderen Lichtverhältnissen.

Einen ausführlichen Bericht mit vielen weiteren Fotos finden Sie auf dem Reiseblog von Armin Schmolinske unter www.bingshiling.de/blog